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Politische Kommunikation  

- Kommunikation / Politik -

The rise of fact-checking sites in Europe
Lucas Graves and Federica Cherubini. Reuters Institute for the Study of Journalism. - Oxford, 2016. - 38 S. : Graph. Darst. - (Digital news project report)
17 Lit.

Faktenchecker überprüfen den Wahrheitsgehalt von Aussagen einflußreicher Machtinhaber wie Politikern, auch Nachrichtenmedien. Überblick u. a. auf der Basis von Interviews über die Charakteristika der an 34 Trägereinrichtungen in zwanzig europäischen Staaten etablierten Faktenchecker. Die drei deutschen Teams - Münchhausen-Check (Der Spiegel), Faktomat (Die Zeit), ZDFcheck - sind nicht mehr aktiv. Trotz Unterschieden kann man von einer breiten internationalen Bewegung reden, die in Eurpa etwa 2010 einsetzte. In Nord- und Westeuropa sind Faktenchecker meist traditionellen Nachrichtenmedien, in Ost- und Südeuropa eher Nichtregierungsorganisationen oder Alternativmedien angegliedert. Drei Viertel der Faktenchecker verstehen sich als Journalisten, andere als Aktivisten, die für politische Reformen eintreten, oder als Politikexperten. Faktenchecker wollen den Bürger mit Informationen für ihre politischen Entscheidungen versorgen, den öffentlichen politischen Diskurs voranbringen oder Politiker zur Rechenschaft ziehen. Es gibt unterschiedliche Herangehensweisen bei der Auswahl der zu checkenden Aussagen und in der Recherchemethode. Einen einschneidenden Durchbruch erzielen Faktenchecker selten. Politiker reagieren meist nicht, manche offensiv, manche soweit es für sie günstig ist. Alle Faktenchecker sind um Medienaufmerksamkeit bemüht. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage gibt es große Unterschiede bei typischerweise niedrigen Budgets. [Ersteintrag in der VAB: 12.03.2017]

Lobbypedia : Geld, Macht, Politik
von LobbyControl e.V. zur Verfügung gest. - Letzte Änd.: 15. Sept. 2016. - Köln, 2016
Literaturangaben. - Mit Versionsgeschichte der Artikel

Lobbykritische Enzyklopädie, sammelt und organisiert Wissen, Daten, Fakten und Zusammenhänge über die Einflußnahme der Wirtschaftslobby auf Politik und Öffentlichkeit. Ist wikibasiert, handverlesene Autoren, aber offene Kommentarfunktion. FAQ u. a. mit Redaktionsprinzipien, Artikel-Leitlinien und Rechercheleitfaden für Autoren. Zugang zu den Artikeln alphabetisch; nach Kategorien (Branchen, Chronologie, Lobby-Akteure, Lobby-Phänomene, Lobby-Regulierung, Länder-Orte, Personen, Politik, Sachverhalt und Vorgang); über Übersichtslisten von Artikeln zu Personen und Körperschaften: Anwaltskanzleien, Wirtschaftsverbände, EU-Institutionen, PR-Agenturen, Akteure der Finanzbranche, Akteure auf den Politikfeldern Chemie, Gentechnik sowie Luftfahrt, Think Tanks, Unternehmen nach Branchen, Wirtschaftsforschungsinstitute; durch Themenportale, die Informationen und Nachrichten bündeln, derzeit: Finanzlobby, Seitenwechsler, Lobbyismus in der EU, Bau- und Immobilienlobby, Lobbyisten in Ministerien. - Die Spezialenzyklopädie versteht sich als Ergänzung zur Wikipedia, bei der gerade im Bereich von Lobby- oder Konzernkritik kritische Anmerkungen häufig in Frage gestellt oder gestrichen und Beiträge über Unternehmen oder Lobbygruppen offensichtlich stark von PR-Abteilungen mitgeschrieben werden. [Ersteintrag in der VAB: 16.09.2016]

Kommt herunter, reiht euch ein : eine kleine Geschichte der Protestformen sozialer Bewegungen
Klaus Schönberger ; Ove Sutter (Hg.). - Berlin ; Hamburg : Assoziation A, 2009. - 264 S. : Ill.
Literaturangaben

Will zeigen, in welcher Weise die Frage nach der Form des Protestes zugleich eine inhaltliche ist, und klarstellen, daß die Protestform bei jeder Aktion, jedem Protest je nach Kontext wie z. B. dem Stand der kommunikations- und medientechnologischen Entwicklung oder nicht intendierten Effekten einer sozialen Situation sowie je nach den Inhalten neu thematisiert werden muß. 16 Aufsätze, viele davon verfaßt von Autoren, die sich als Teilnehmer der ggw. sozialen Bewegungen verstehen. Entstanden im akademischen Kontext, jedoch gedacht als Orientierungshilfe für die Selbstreflexion und historische Perspektivgewinnung von Aktivisten. Einen wichtigen Referenzrahmen bilden die Bewegungen der 1960er Jahre ("1968er", "Studentenbewegung", "Antiautoritäre Bewegung", "Außerparlamentarische Bewegung"). [Ersteintrag in der VAB: 07.02.2014]

Freewayblogger : free speech use it or loose it
Severn Williams. - O. O., 2004. - Überw. Ill.
Entdeckt die Straßen - die freeways - Kaliforniens als Raum für politische Botschaften, für freie politische Meinungsäußerung: Papplakate schwerpunktmäßig gegen den Irakkrieg. [Ersteintrag in der VAB: 10.08.2004]

Public relations and lobbying industry : an overview
by Corporate Watch UK. - Completed April 2003. - Oxford, 2003
9 Lit.

PR-Aktivitäten gehen heute über (legitime) Imagepflege hinaus. Ausreichend Beweise erlauben die Behauptung, daß moderne PR-Praktiken schädlichen Einfluß auf den demokratischen Prozeß ausüben. Es geht um Irreführung der Kunden, ungesunde Beziehungen zur "freien Presse", Verdunklung, Täuschung und Irreführung der öffentlichen Diskussion, so daß die Fähigkeit der Gesellschaft geschmälert wird, auf wichtige soziale, Umwelt- und politische Fragen effektiv zu reagieren. - Die Akteure der PR-Industrie - von internen PR-Abteilungen über große PR-Unternehmen bis zu industriefinanzierten Forschungseinrichtungen, think thanks u. dgl. - Dienstleistungsspektrum der PR-Industrie. - Praktiken der PR-Industrie in Bezug auf Regierungen, Medien und Zivilgesellschaft. [Ersteintrag in der VAB: 17.05.2003] [VAB-Eintrag aktual.: 27.05.2012]

SourceWatch
Center for Media & Democracy. - Last modified 10 May 2009. - Madison, WI, 2009
Literaturangaben
Bis Dez. 2004 u.d.T. Disinfopedia

Verzeichnet und beschreibt Institutionen, deren Ziel die Beeinflussung der öffentlichen Meinung und Politik im Interesse der Wirtschaft, Regierungen und Lobbygruppen ist: PR-Einrichtungen; Forschungseinrichtungen, die letztendlich ihre Auftraggeber bedienen; industriefinanzierte Einrichtungen; PR-Kampagnen von Unternehmen; industriefreundliche Experten, Denkfabriken (Think Tanks). Derzeit über 44 000 Beiträge, 32 Hauptkategorien. - Die Felder, in denen versucht wird, Einfluß auf die Meinungsbildung zu nehmen, sind vielfältig, z. B.: Verbraucherverhalten (Fleischkonsum, Tabakkonsum, ...); wissenschaftlicher Diskurs (z. B. Biotechnologie); politische Meinungsbildung; Medienberichterstattung (z. B. Umweltschutz), Kriegspropaganda. - Die Website basiert auf der Wiki-Technologie, so daß die Internetöffentlichkeit eigene Beiträge einstellen kann. Hoher Qualitätsanspruch, redaktionelle Kontrolle. - Schwerpunkt auf den USA, sehr vereinzelt andere Länder, auch Deutschland. [Ersteintrag in der VAB: 20.03.2003] [VAB-Eintrag aktual.: 11.05.2009]

Politik digital
Red.leitung: Steffen Wenzel. politik-digital GmbH i.G. - Hamburg
Dokumentiert und analysiert mit Hilfe zahlreicher Experten aus Politik, Wissenschaft und Multimedia den fortschreitenden Einfluß von Neuen Medien und digitaler Vernetzung auf die Politik. Ein offenes Forum für alle Akteure und Beobachter auf dem Gebiet. Rubriken: Nachrichten, Netzpolitik, E-Demokratie, Wahlkampf, Europa (EU-Dossiers und Länderprofile, dazu aktuelle Texte, Presseschauen, künftig auch Audiodateien, dies in Kooperation mit großen Radiostationen in Belgien, Finnland, Schweden, Österreich, Frankreich und Deutschland), Fun, Chat, Transkripte, Termine u. a. (VAB) [Ersteintrag in der VAB: 13.10.1999]

 

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Oben Ersterstellung: 22.08.1999. Letzte Aktual.: 12.04.2017. © Ingrid Strauch 1999/2017